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Artikel vom 21.10.2010

Interview Armaturenkompetenz Ruhr

Armaturenkompetenz Ruhr
Die Armaturenkompetenz Ruhr ist ein Verbund der Unternehmen AUMA, BOMAFA Armaturen, Herberholz, Klaus Union und Zwick Armaturen. Die Unternehmen präsentierten ihre Armaturentechnologie auf der Mittelstandsmesse b2d 2010 in Gelsenkirchen erstmals unter einem gemeinsamen Motto. In Zukunft soll mit der Armaturenkompetenz Ruhr eine regionale Plattform für Armaturentechnologie in der Metropole Ruhr geschaffen werden.

Wie ist die Idee entstanden, die Armaturenkompetenz Ruhr ins Leben zu rufen?

Die Idee zur Armaturenkompetenz Ruhr entstand auf der b2d Firmenkontaktmesse 2009. Die Zwick GmbH war damals der einzige Armaturenhersteller auf dieser Messe weit und breit und - so muss man sagen - dennoch von der Veranstaltung und vor allem der Location in der Veltins Arena begeistert. Es fehlten noch weitere Aussteller aus der Armaturenbranche, die die Veranstaltung für ein breiteres Fachpublikum interessant gemacht hätten. Über bestehende Unternehmenskontakte hat Zwick dann ein Team von 5 Armaturen- und Antriebsherstellern aus dem Ruhrgebiet zusammen geschweißt, das auf der gleichen Messe in 2010 als "Armaturenkompetenz Ruhr" bereits für überregionales Aufsehen gesorgt hat.

Ist die Zusammenarbeit vertraglich geregelt oder verstehen Sie sich als lockeren Verbund? Gibt es ein gemeinsames Büro oder Mitarbeiter, die sich speziell hiermit beschäftigen? Gibt es Vorsitzende oder Sprecher?

Die Zusammenarbeit ist derzeit noch als - wie Sie es nennen - lockerer Verbund organisiert. Innerhalb der Unternehmensgruppe werden jedoch einzelne Aufgaben zwischen den Mitgliedern aufgeteilt. Dazu zählt beispielsweise unsere Pressearbeit, der Kontakt zu potentiellen neuen Mitgliedern oder auch unsere Internetseite www.armaturenkompetenz-ruhr.de, die wir in Kürze mit Leben füllen werden.

Viele Unternehmen der Armaturenbranche verstehen sich als Konkurrenten. Sie aber gehen in die andere Richtung und kooperieren. Warum gibt es bei Ihnen keine Bedenken gegenüber Kooperationen?

Jeder der beteiligten mittelständischen Armaturenhersteller ist auf bestimmte Armaturentypen spezialisiert. Da wir untereinander nicht im direkten Wettbewerb stehen sondern uns mit unseren Produkten ergänzen, bietet sich eine Kooperation förmlich an. Gemeinsam können wir eine Plattform für qualitativ hochwertige Armaturentechnologie in zusammenhängenden Anwendungsbereichen bieten, die ein Unternehmen allein so nicht abbilden könnte. Ohnehin verfügen fast alle Mitgliedsunternehmen bereits über jahrelange internationale Kontakte und erfolgreiche Netzwerke: warum sollte man die Chancen einer Kooperation "vor der eigenen Haustür" nicht genau so wahrnehmen?

Welche Vorteile versprechen sich die Unternehmen von der Kooperation?

Die Vorteile liegen darin, dass neue Netzwerke und interessante Gestaltungsmöglichkeiten in Vertrieb und Marketing entstehen. Jeder Hersteller muss sich seine Stellung im Markt einzeln erkämpfen:  Als Gruppe schaffen sie sich jedoch ein Umfeld, dass seinen Interessenten vielfältige zusätzliche Anknüpfungspunkte bietet. Es entstehen wertvolle Kontakte, die man alleine nur über Umwege gewinnen könnte.

Wie sieht die Zusammenarbeit im Detail aus?

Die Zusammenarbeit besteht darin, dass sich Vertreter der Unternehmen treffen, um sich über Projekte wie unsere Internetseite und natürlich den kommenden Messeauftritt in der Veltins Arena auf Schalke (13./14. Juli 2011) abzustimmen. Wie auch im letzten Jahr wollen wir unseren Besuchern dabei erstklassigen Service bieten und hochwertige Armaturen vorstellen. Derzeit bereiten wir auch die Aufnahme weiterer Mitglieder in die Armaturenkompetenz Ruhr vor.

Ist das gute Klima zwischen Ihnen eine Ausnahme unter deutschen und internationalen Armaturen- und Antriebsanbietern? Warum sind die Unternehmen skeptisch gegenüber solchen Kooperationen?

Eine gute Kooperation erfordert in erster Linie Vertrauen und Kompromissbereitschaft. Man muss  sich auf seine Partner einlassen und offen für gemeinsame Lösungen sein. In sensiblen Bereichen wie Produktion oder F&E ist das ohne Zweifel eine große Herausforderung. In unserem Fall war eine Kooperation sicherlich viel einfacher, da wir mit dem gemeinsamen Messeauftritt sofort ein konkretes Ziel vor Augen hatten und teilweise schon Kontakte untereinander bestanden. Aus diesem Projekt hat sich dann eine sehr gute Zusammenarbeit entwickelt, die in dieser Form auch nicht unbedingt planbar war.

Ob die Armaturenkompetenz Ruhr jetzt eine Ausnahme unter Armaturenherstellern darstellt, lässt sich generell nicht so einfach beantworten. Tendenziell sieht man jedoch, dass allein die Internationalisierung viele Unternehmen dazu zwingt, neue Wege zu beschreiten und (internationale) Kooperationen zu gestalten. 

  • Klaus Union GmbH & Co. KG
  • BOMAFA Armaturen GmbH
  • Böhmer GmbH
  • Herberholz GmbH
  • Zwick Armaturen GmbH